Feministisch aus der Krise – Gleichberechtigt in die Zukunft

Bild: Markus Sibrawa

Bei der Jahreskonferenz der Wiener SPÖ-Frauen in der Expedithalle wurde Marina Hanke mit 97,63 Prozent der Delegiertenstimmen als Vorsitzende bestätigt. Unter dem Motto "Feministisch aus der Krise - Gleichberechtigt in die Zukunft" wurden Themen wie Arbeit, Soziales, Bildung, Strukturen, Gewaltschutz, Obsorge und Gesundheit diskutiert. Das Ziel: Ein gutes Leben für alle Frauen!

Marina Hanke bedankte sich bei den anwesenden Delegierten für ihre Wiederwahl: „Vielen Dank für euer Vertrauen! Wir haben mit den heute beschlossenen Anträgen einmal mehr gezeigt, dass wir mutig voranschreiten, dass wir solidarisch sind, gemeinschaftlich sind und bereit für die kommenden Herausforderungen sind. Es liegt eine großartige feministische Zukunft vor uns!“

Marina Hanke: „Wer zahlt die Krise?“

Zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf Mädchen und Frauen fand die Wiener SPÖ-Frauenvorsitzende klare Worte. „Wir müssen aufhören, die Frage zu stellen, wer diese Krise zahlt. Nicht weil es nicht das größte Thema ist, sondern weil das für uns keine Frage ist! Für diese Krise müssen diejenigen zahlen, die die Lockdowns in ihren Villen verbracht haben, deren größte Sorge war, wann der Golfplatz wieder aufsperrt, diejenigen, die in der Krise nochmal um unvorstellbare Geldmengen reicher geworden sind. Die Vermögenden, die übrigens hauptsächlich Männer sind. Die Unternehmen, die in dieser Krise Profite gescheffelt haben, aber immer noch keine Steuern zahlen! Aus unserer Sicht gibt es keine andere Option, und deswegen werden wir auch nicht mehr Optionen offen halten, indem wir diese Frage stellen!“, macht Hanke deutlich.

„Auch vor der Pandemie waren wir noch lange nicht an einem Punkt, wo volle Gleichstellung und Gleichberechtigung schon…

Posted by Wiener SPÖ-Frauen on Saturday, September 11, 2021

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„Was wir brauchen wenn wir das Leben der Frauen verbessern wollen, ist eine ganz radikale Politik, die die Verhältnisse von Grund auf auf den Kopf stellt. Was wir brauchen ist, dass wir dieses System, in dem Frauen die ganze unbezahlte Arbeit leisten, aushebeln. Wir brauchen eine faire Verteilung von unbezahlter Arbeit, wir brauchen eine Arbeitszeitverkürzung, damit das auch erleichtert wird, wir brauchen Mindestlöhne, wir brauchen Förderungen für Frauen auf dem Arbeitsmarkt und wir brauchen endlich ein System, das Frauenleben auch so mitbedenkt, dass keine einzige Frau mehr eine Mindestpension beziehen muss“, zeigt sich die Wiener SPÖ-Frauenvorsitzende kämpferisch.

Ludwig: Frauen in der Corona-Krise besonders unterstützen

Bürgermeister Dr. Michael Ludwig warnte in seiner Rede vor dem Abgleiten in traditionelle Rollenbilder angesichts der Coronakrise. Die Bundesregierung habe gerade bei Frauenthemen bisher zu wenig vorangebracht. „Wir sehen uns in Wien als deutliches Gegenmodell zur Bundesregierung“, betonte der Bürgermeister und verweist etwa auf das umfassende Gewaltschutzpaket und das 5. Frauenhaus, das nächstes Jahr eröffnet wird. Weiters habe man durchgesetzt, dass es eine Bevorzugung von Alleinerzieherinnen bei der Wohnungsvergabe gibt. „Das stellt eine zusätzliche Unterstützung für Frauen in schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen dar“, erläutert Ludwig. Spezielle Förderprogramme im waff fördern außerdem Frauen und Mädchen, die auf dem Arbeitsmarkt unter Druck kommen. Bei den Wiener SPÖ-Frauen bedankte sich der Bürgermeister für die gute Zusammenarbeit.

Landeskonferenz Wiener SPÖ-Frauen Es sind die Frauen, die unsere Gesellschaft seit fast eineinhalb Jahren durch die…

Posted by Michael Ludwig on Saturday, September 11, 2021

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Die Wahlergebnisse

Präsidium

Saya AHMAD: 94,67 Prozent
Petra BAYR: 94,67 Prozent
Kathrin GAÁL: 96,45 Prozent
Nurten YILMAZ: 95,27 Prozent

Wiener Frauenkomitee

Patricia ANDERLE: 98,81 Prozent
Anna BOLOVICH: 100,00 Prozent
Marion GEBHART: 97,04 Prozent
Silvia JANKOVIC: 100,00 Prozent
Elisabeth KAISER: 98,22 Prozent
Andrea MAUTZ-LEOPOLD: 98,22 Prozent
Mireille NGOSSO: 91,72 Prozent
Ursula PRAGER-RAMSA: 98,81 Prozent
Eva VAN RAHDEN: 100,00 Prozent
Ewa SAMEL: 98,81 Prozent
Korinna SCHUMANN: 98,81 Prozent
Alice SEIDL: 99,41 Prozent

Weiters wurde Nicole BERGER-KROTSCH als Wiener Frauensekretärin wieder gewählt.

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